Feuchttücher feiern Ihren 40 Geburtstag! Genau wie PFM, das italienische Familienunternehmen, das sich vor genau 40 Jahren auf die Herstellung von Verpackungsmaschinen spezialisiert hatte.
Die während dieser Zeit von PFM Maschinen produzierten Verpackungen für Windeln und Feuchttücher sind einmalig, da deren Plastikdeckel nicht von Hand, sondern von zukunftsorientierten Robotern -Flexpicker von ABB- aufgeklebt werden.
Feuchttücher waren nicht der Original-Fokus der Gesellschaft, PFM (steht für Pietro Fioravanti Maschinen) begann 1964 in Torrebelvicino (Vicenza) Italien, zu einer Zeit, als man über Roboter in der Verpackungsindustrie nicht mal geträumt hatte.
Italianapack, die Gesellschaft aus der PFM enstanden ist, wurde von Pietro Fioravanti zur Produktion horizontaler Schlauchbeutelmaschinen gegründet.
"Wir sind die zweitälteste Gesellschaft in Italien in unserem Sektor und die einzige mit ISO 9001/2000 Zulassung, " spricht Paolo Fioravanti, Sohn des Gründers Pietro Fioravanti und geschäftsführender Gesellschafter. "Unsere Wettbewerber sind hauptsächlich in Italien und Deutschland beheimatet, zusammen produzieren beide Länder 80 Prozent aller Verpackungsmaschinen der Welt. Um 'up to date' zu bleiben, sind wir ständig auf der Suche nach neue Technologien um unseren Kunden höhere Geschwindigkeiten und geringere Produktionskosten anbieten zu können."
Dies ist der Punkt, an dem das Feuchttücher Projekt ins Spiel kam. Vor ungefähr 10 Jahren fingen Produzenten von Feuchttücherpackungen an, PFM zu bitten, wiederverschließbare Deckel auf die Packungen zu setzen, um die Entnahme der einzelnen Tücher zu erleichtern. "Unsere erste Reaktion war "das kann unmöglich realisiert werden" gibt Paolo Fioravanti zu.
Dann sah er 1998 den ABB FlexPicker auf einer Messe und die Version schien realisierbar zu werden. PFM begann Gespräche mit ABB und bestellte den ersten Roboter. Es kamen die ABB Techniker aus Schweden und unterstützten PFM bei der Entwicklung des ersten Prototyps.
Weil es im ersten Jahr noch viele Probleme gab die es zu lösen galt, führte ABB 2001 eine neue Software zur Steuerung des Flexpickers ein.
"Diese Software, konstruiert für die Verwendung von Deckeln auf Marmeladengläsern, löste unsere Probleme", sagt Daniel Gravini, der verantwortliche Entwicklungs-Ingenieur bei PFM.
Im selben Jahr lieferte PFM einem italienischen Kunden eine Maschinen, und verkaufte sofort drei weitere Anlagen dieser Art. Seit de
m wurden 16 Maschinen an Kunden in Korea, der U.S., Deutschland, den Niederlanden und Italien verkauft.
Eine komplette Linie produziert heute 70-80 Packungen in der Minute, während vorher durch zwei zusätzliche Prozesse für das Sortieren und das Orientieren die Leistung auf max. 40 Packungen verloren ging. Zudem waren die ersten Systeme noch zu unflexibel.
"Wir haben erkannt, daß das System nur für eine Deckelgeometrie ausgelegt war und es sehr schwierig wurde sobald eine neu Form verarbeitet werden sollte " sagt Gravini. Diese Unflexibilität war ein großes Problem in einem Land wie Korea, wo zum Beispiel schnell 40 unterschiedliche Deckelformen verfügbar sind. Das Aufbringen des Leimes war auch eine wirkliche Herausforderung, es durfte wegen der Hygiene nichts Auslaufen oder daneben landen. Der FlexPicker und PickMaster stellten aber die Genauigkeit bereit, um diese Schwierigkeiten zu lösen. "Und Preis ist keine bedeutende Überlegung, die Amortisation liegt unterhalb 18 Monate", sagt Paolo Fioravanti.
Das FlexPicker System wird von zwei servogesteuerten Zuführbändern und einer Leimauftragstation begleitet. Die eigentliche Roboterarbeit besteht darin, den Deckel von einem Zuführband per Vakuumsauger aufzuheben, ihn über die Leimdüse zu fahren und mit einer Genauigkeit von 3mm auf die Schlauchbeutelpackung zu setzen. Dabei spielt weder die Lage des Deckels, noch die der Packung eine Rolle, über eine Kamera wird der jeweilige Winkel erkannt, berechnet und umgesetzt.
Mit dem PickMaster System kann jede Deckelform unter Verwendung von wenig Leim und geringer Umrüstzeit verarbeitet werden.
Laut Daniel Gravini ist das System sehr benutzerfreundlich und erlaubt dem Kunden auch ohne besondere Kenntnisse neue Produkte einzufahren. Davide Rossi, Roboter - Techniker von ABB Lösungen & Dienste (ein Zweig der Automatisierung-Technologie-Abteilung der ABB Group), fügt hinzu, daß das modulare System sich automatisch neuen Deckeln anpasst und ein sauberes und sicheres Greifen selbstverständlich ist.
Die Vorteile für PFM 's populäre Lösung:
Niedrigerer Preis.
Einfach in der Anwendung
Es kann an jeder Schlauchbeutelmaschine integriert werden
Hygienisch
Zuverlässig
" Wir prüfen jede Maschine mit der verwendeten Folie und den Deckeln hier im Werk auf Herz und Nieren, bevor die Anlage zum Kunden geht." sagt Ingenieur Daniel Gravini. "Modifikationen, die hier gemacht werden, sparen uns und dem Kunden Zeit und Geld."